Einwilligung weiter formuliert als der Eingriff
Eine informierte Einwilligung sollte einen konkreten, benannten Eingriff abdecken. Achten Sie auf offene Formulierungen wie die Genehmigung 'aller zusätzlich für nötig befundenen Eingriffe' oder 'der Behandlung nach Ermessen des Arztes', die Ihre Zustimmung weit über das Besprochene dehnen können.
Verlangen Sie: Verlangen Sie, die Einwilligung auf den besprochenen Eingriff zu begrenzen, mit separatem Gespräch für alles Zusätzliche außer im echten Notfall.
Risiken und Alternativen nur gestreift
Echte informierte Einwilligung heißt: Sie wurden über die wesentlichen Risiken, den Nutzen und die vernünftigen Alternativen aufgeklärt, einschließlich des Nichtstuns. Ein Formular ohne konkrete Risiken, oder mit einem pauschalen 'Ich verstehe alle Risiken' ohne Erklärung, ist keine echte Aufklärung.
Verlangen Sie: Fragen Sie nach den konkreten Risiken, den Alternativen und dem wahrscheinlichen Verlauf ohne Eingriff, und unterschreiben Sie erst, wenn Sie sie in eigenen Worten wiedergeben können.
Pauschale Freigabe Ihrer Gesundheitsdaten
Viele Formulare bündeln die Erlaubnis, Ihre Akten, Bilder oder Gewebe zu nutzen und weiterzugeben. Achten Sie auf Einwilligungen zur Weitergabe an Versicherer, Dritte oder für Forschung, Marketing oder Lehre, teils mit Ihrer Identität verknüpft.
Verlangen Sie: Fragen Sie, wer genau Ihre Daten wozu erhält, und streichen Sie ungewollte Weitergaben für Forschung, Marketing oder Lehre, oder verlangen Sie Anonymisierung.
Kostenverantwortung in der Einwilligung versteckt
Einwilligungsformulare sind oft zugleich eine Finanzvereinbarung, nach der Sie alles tragen, was Ihre Versicherung nicht deckt, zu den vollen Sätzen des Anbieters. Das medizinische Ja und das Geld-Ja werden zusammen unterschrieben, die Kosten werden selten gezeigt.
Verlangen Sie: Fragen Sie nach einer Kostenschätzung und der erwarteten Versicherungsdeckung, und trennen Sie die Finanzvereinbarung wo möglich von der Behandlungseinwilligung.
Breite Haftungsverzichte und Schiedsklauseln
Achten Sie auf Formulierungen, die Ansprüche aufgeben, die Haftung des Anbieters begrenzen oder jeden Streit in ein privates Schiedsverfahren statt vor ein Gericht zwingen. Solche Klauseln können echte Rechte still aufgeben, im Moment, in dem Sie sie am wenigsten abwägen können.
Verlangen Sie: Fragen Sie, welche Ansprüche Sie aufgeben würden und ob Sie die Schiedsklausel ablehnen können und trotzdem behandelt werden.
Fotos, Aufnahmen und Beteiligung von Auszubildenden
Manche Formulare genehmigen Fotos, Videos oder die Beteiligung von Studierenden und Auszubildenden, teils für Zwecke über Ihre eigene Behandlung hinaus. Sie können üblicherweise in die Behandlung einwilligen und Aufnahmen oder nicht notwendige Beobachter ablehnen.
Verlangen Sie: Verlangen Sie, die Einwilligung in Aufnahmen und Auszubildende von der Einwilligung in den Eingriff zu trennen, und lehnen Sie die Teile ab, mit denen Sie nicht einverstanden sind.