Automatische Verlängerung mit knappem Kündigungsfenster
Die meisten SaaS-Verträge verlängern sich automatisch, wenn Sie nicht innerhalb eines festen Fensters vor Laufzeitende kündigen, manchmal 30, 60 oder 90 Tage vorher. Verpassen Sie es, sind Sie ein weiteres volles Jahr gebunden und zahlungspflichtig. Das Fenster öffnet fast immer, lange bevor jemand an die Verlängerung denkt.
Verlangen Sie: Verlangen Sie eine kürzere Kündigungsfrist, eine Verlängerungs-Erinnerung per E-Mail vor Fensterbeginn oder eine monatliche Option nach der ersten Laufzeit.
Unbegrenzte Preiserhöhungen
Prüfen Sie, wie und wann der Preis bei Verlängerung steigen kann. 'Jeweils gültige Preise' oder eine ungedeckelte jährliche Anhebung erlauben dem Anbieter, die Gebühr mit wenig Vorwarnung zu erhöhen, sobald Sie vom Produkt abhängen. Die Wechselkosten geben dieser Klausel ihre Schärfe.
Verlangen Sie: Verlangen Sie eine Obergrenze für jede Erhöhung bei Verlängerung (z. B. Inflationsindex oder fester Prozentsatz) und eine schriftliche Vorankündigung.
Vage Verfügbarkeit und zahnlose SLA-Gutschriften
Ein SLA mit '99,9 % Verfügbarkeit' bedeutet wenig, wenn die Abhilfe eine winzige Gutschrift ist, die Sie selbst beantragen müssen, oder wenn geplante Wartung aus der Berechnung fällt. Lesen Sie, was als Ausfall zählt und was Sie im Ernstfall tatsächlich bekommen.
Verlangen Sie: Verlangen Sie eine spürbare Gutschriftenstaffel, eine klare Ausfalldefinition und ein Kündigungsrecht, wenn die Verfügbarkeit mehrere Monate unter eine Schwelle fällt.
Unklares Dateneigentum und unklare Löschung
Lassen Sie sich schriftlich bestätigen, dass Ihre Daten Ihnen gehören, dass der Anbieter sie nur zur Leistungserbringung verarbeitet und dass Sie sie beim Ausstieg exportieren und löschen lassen können. Schweigen ist hier das eigentliche Risiko: Es überlässt das Schicksal Ihrer Daten dem Ermessen des Anbieters.
Verlangen Sie: Verlangen Sie eine ausdrückliche Klausel 'Der Kunde ist Eigentümer seiner Daten', ein Exportformat, eine Löschzusage bei Vertragsende und einen Auftragsverarbeitungsvertrag, wenn personenbezogene Daten betroffen sind.
Einseitige Haftungsobergrenzen und breite Ausschlüsse
Viele SaaS-Bedingungen deckeln die Anbieterhaftung auf die letzten Monatsgebühren und schließen alles andere aus, auch Datenverlust. Bei einem geschäftskritischen System kann Sie das weit über das Gezahlte hinaus ungeschützt lassen. Prüfen Sie die Obergrenze und was von ihr ausgenommen ist.
Verlangen Sie: Verlangen Sie eine höhere Grenze für Datenschutz- und Vertraulichkeitsverletzungen und nehmen Sie diese ganz aus der allgemeinen Beschränkung heraus.
Lock-in: keine Ausstiegshilfe, keine Portabilität
Prüfen Sie, was am Ende passiert: Bekommen Sie Ihre Daten in einem nutzbaren Format, gibt es Übergangshilfe, fallen Ausstiegsgebühren an? Ein Vertrag ohne Ausstiegspfad erhöht Ihre Wechselkosten still mit jedem Monat, den Sie bleiben.
Verlangen Sie: Verlangen Sie einen definierten Offboarding-Prozess, ein angemessenes Datenzugriffsfenster nach Vertragsende und keine Straf- oder 'Datenabruf'-Gebühren.